Diakonisches Werk Oderland – Spree e.V.

Ein Zeichen für Hoffnung, Zusammenhalt und Inklusion – Kinder-Lebens-Lauf macht Station in Strausberg

Strausberg. Mit Applaus, strahlenden Gesichtern und vielen bewegenden Begegnungen wurde die Fackel des Kinder-Lebens-Laufs am 1. Oktober 2026 in Strausberg in der Landhausstraße empfangen und weitergegeben. Auf dem Gelände der Landhausstraße wohnen+, das den ambulanten Kinder- und Jugend-Hospizdienst MOL (KiJuHoDi), den ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst MOL, den Quartierstreff, die Tagespflege „Landhausstraße“ und ein Servicewohnen beherbergt, wurde dieser besondere Anlass zu einem Fest der Begegnung, das Menschen unterschiedlichen Alters und mit ganz verschiedenen Lebensgeschichten zusammenbrachte.

Pünktlich um 12 Uhr trafen die Vertreterinnen und Vertreter des Vereins Kinderhilfe e.V. und des Vereins Löwenkinder e.V. mit der Fackel ein. Mit Jubel und Applaus wurden die Läufer:innen und das „Seifenkistenauto“, die das besondere Symbol bis nach Strausberg getragen hatten, empfangen. Die Fackel wurde vom KiJuHoDi in Empfang genommen und im Laufe des Nachmittags auf dem Gelände der Landhausstraße an die Kristallkinder Intensivpflege GmbH und an die Nachsorgeklinik am Straussee weitergegeben. Diese übergab dann die Fackel an den Stephanus Kinder-Hospizdienst, der die Fackel mit nach Berlin nahm.

Doch an diesem Tag ging es um weit mehr als die Übergabe einer Fackel. Das Team um Isabell Friedrich und Lars Brunner, vom KiJuHoDi hatte die Etappe mit viel Engagement vorbereitet und einen Rahmen geschaffen, in dem Begegnungen, Austausch und gegenseitige Unterstützung im Mittelpunkt standen.

Zahlreiche Akteurinnen und Akteure sowie Freundinnen und Freunde der Hospizarbeit waren gekommen. Auch betroffene Familien, Kinder und Kooperationspartner nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und ihre Erfahrungen zu teilen. In persönlichen Beiträgen erzählten sie von bewegenden Momenten, Erfolgen und Rückschlägen, von ihren Gefühlen und den Angeboten, die ihnen im Alltag Unterstützung geben. Immer wieder versammelten sich Menschen um die Erzählenden, hörten aufmerksam zu und ließen sich von ihren Geschichten berühren.

Auch die Tagespflege und die Bewohnerinnen und Bewohner des Service-Wohnens am Standort waren mit dabei. So wurde das Fest zu einer Begegnung von Jung und Alt, von Menschen mit unterschiedlichen Lebenssituationen und Erfahrungen. Bei herrlichem Sonnenschein, Kuchen, Würstchen und vielen guten Gesprächen entstand eine offene und herzliche Atmosphäre, die den Gedanken der Inklusion auf ganz selbstverständliche Weise lebendig werden ließ.

Eine Fackel, die mehr als Licht weiterträgt

Eine Fackel weiterzugeben, ist eigentlich ein einfaches Bild. Und doch steckt darin eine starke Botschaft: Hoffnung, Zuversicht, Zusammenhalt und das Versprechen, dass niemand allein sein soll.

Die Geschäftsführende Vorständin Alexa Ziegeler beschreibt in ihrem Grußwort, dass die Hospizarbeit für das Diakonische Werk Oderland-Spree e.V. ein wichtiger Teil des diakonischen Auftrags ist. Sie begleitet Menschen in besonders schwierigen Lebenssituationen und bereichert zugleich unsere anderen Arbeitsbereiche. Gerade in der Pflege sowie in der Kinder- und Jugendhilfe entstehen wertvolle Verbindungen. Es geht darum, Menschen und ihre Familien nicht allein zu lassen, ihnen zuzuhören und sie mit ihren Sorgen, Bedürfnissen und Hoffnungen ernst zu nehmen.

Die schönste Botschaft dieses Tages in Strausberg lässt sich deshalb in wenigen Worten zusammenfassen: Ihr seid nicht allein. Wir müssen nicht alles allein tragen. Und wir machen gemeinsam auf die Anliegen und Bedürfnisse von Kindern mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihren Familien aufmerksam.

Gemeinsam für Kinder und ihre Familien

Der Kinder-Lebens-Lauf (Kinder-Lebens-Lauf – Eine Kampagne des Bundesverband Kinderhospiz e.V.) findet alle zwei Jahre statt und macht bundesweit auf die Kinderhospizarbeit aufmerksam. Er ist Kindern mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihren Familien gewidmet. Die Aktion gibt ihnen und ihren Anliegen eine Stimme, schafft Aufmerksamkeit und hilft dabei, Berührungsängste abzubauen.

Die symbolische Engels-Fackel wird von April bis Oktober von Hospizen, Vereinen, Unternehmen, Unterstützenden und zahlreichen Freiwilligen durch ganz Deutschland getragen. In diesem Jahr führt der Weg über rund 7000 Kilometer. Menschen mit und ohne Behinderung, Jung und Alt, Familien, Pflegekräfte und viele weitere Engagierte setzen gemeinsam ein Zeichen für ein solidarisches Miteinander, in dem jeder Mensch seinen Platz hat.

Die Station in Strausberg hat gezeigt, wie lebendig dieser Gedanke werden kann: wenn Menschen zusammenkommen, einander zuhören, Erfahrungen teilen und füreinander da sind.

Wir danken allen, die diese besondere Etappe möglich gemacht und die Fackel mit so viel Engagement und Herzlichkeit bei uns willkommen geheißen haben.